Teil 5: 12 Fragen an den technischen Leiter

Dies ist der fünfte Teil unserer Blog-Serie, die in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. Heute beantwortet Leo Bolkenbaas, Teamleiter Technik, die zwölf am häufigsten gestellten Fragen. Wir wollten gerne eine Serie machen, um Kunden, Herstellern und anderen Interessierten zu zeigen, dass wir mehr sind als nur ein Webshop.

Innerhalb des Thin Client-Arbeitsumfeldes besteht eine große Anzahl Undeutlichkeiten. Die Technologien wechseln sich ständig ab, wodurch es manchmal schwierig ist den Überblick zu behalten. Leo Bolkenbaas, Teamleiter der technischen Abteilung bei ThinClientSpecialist, weiß viel über die Thin Client-Hardware und -Software und beantwortet die zwölf am häufigsten gestellten Fragen.

1. Verwaltungsmöglichkeiten werden oft als ein großer Vorteil von Thin Clients gesehen: Was genau beinhaltet das? 
„Ein Windows-PC oder -Laptop erfordert viel Wartung. Es muss regelmäßig ein Update installiert werden und das kostet viel Zeit. Indem Sie einen Thin Client wählen, vorkommen Sie dieses Problem, da dieser nur einmal pro Jahr ein Update braucht, es wird keine Antivirussoftware benötigt und Sie können ihn fernwarten. Früher ging das nur innerhalb des Netzwerkes des Thin Clients, aber jetzt ist das oft auch über das Internet möglich, das heißt ortsunabhängig. Letztendlich bedeutet das eine große Zeitersparnis, es ist sicherer und effizienter. Es ist nämlich einfach in der Verwaltung und außerdem sehr übersichtlich.“

2. Wie sorgen Sie dafür, dass die Arbeitsplätze sicher sind? 
Bei großen Unternehmen, Behörden und Krankenhäusern ist Sicherheit ein wichtiger Bestandteil der IT-Infrastruktur. Sichere Arbeitsplätze sind dann auch sehr wichtig. Hierfür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Was die beste Option ist, hängt von der Situation des Unternehmens ab. Ein allgemeines Sicherheitsfeature des Thin Clients ist, dass man nicht einfach ein Programm installieren kann (als Schutz gegen Viren) und dass nach dem Hochfahren in der eigenen Arbeitsumgebung gearbeitet wird mit einem eigenen Login. Neben Login-Daten werden manchmal auch Smartcards, RFID Keyfobs oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet.“

3. Thin Clients sind als Linux- oder Windows-Ausführung erhältlich: Wann wählen Sie welche? 
„In ungefähr 90% der Fälle wird Linux gewählt. Windows wird vor allem genutzt, wenn eine sehr hohe Anwendungsleistung benötigt wird oder in außergewöhnlichen Situationen. Welches Betriebssystem Sie wählen hängt also von der Arbeit ab, die Sie auf dem Gerät verrichten möchten. Außerdem hängt die Wahl, die Sie treffen, immer auch zusammen mit Ihrem Arbeitsplatz. Neben der richtigen Hardware ist auch die Wahl der richtigen Software wichtig, um so optimal wie möglich arbeiten zu können.“

4. Viele Unternehmen arbeiten heutzutage Web-basiert. Können Sie mehr hierzu erzählen? 
„Statt eine Verbindung mit einer Serverumgebung herzustellen loggen Sie sich bei einem Web-basierten Arbeitsplatz über einen Hyperlink im Programm „in der Cloud“ ein. Sie haben zum Beispiel ein Buchhaltungsprogramm, das bisher immer auf dem Server installiert war, aber mit dem Web-basierten arbeiten ist das nicht mehr der Fall. Sie haben dann einen Link, um sich online im Programm einloggen zu können und online arbeiten zu können. Dies kommt stets häufiger vor, da stets mehr Programme Web-basiert sind oder Web-basiert gemacht werden.“

5. In Kürze endet der Support für Windows 7. Gibt es günstige Lösungen? 
„Auf jeden Fall! Häufig kann die Hardware umgebaut werden mit anderer Thin Client-Software. Dem gleichen Gerät hauchen Sie dann neues Leben ein, zum Beispiel mit Linux Software. Wissen zu Linux ist nicht erforderlich, wenn das richtige Managementtool verwendet wird. Der Thin Client ist letztendlich eine „Durchreiche“ zu einer Serverumgebung oder einem Web-basierten Programm. Eine recht einfache und günstige Weise, um von Windows 7 umzusteigen.“

6. Was müssen Sie berücksichtigen, wenn Sie einen Thin Client anschaffen wollen? 
„Die wichtigsten Fragen sind: wofür soll der Thin Client genutzt werden? Mit welcher Umgebung (zum Beispiel Web-basiert, Citrix, RDS oder Horizon View) soll die Verbindung hergestellt werden und welche Programme sollen genutzt werden? Soll zum Beispiel nur Word und Excel genutzt werden oder auch größere und anspruchsvollere Anwendungen? Und wird an einem oder an mehreren Bildschirmen gearbeitet? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, können wir Ihnen eine Empfehlung geben, welcher Thin Client geeignet ist, um Ihren Ansprüchen zu genügen. Es ist immer wichtig eine Teststellung in Ihrer eigenen Umgebung mit den zur Verfügung gestellten Demogeräten durchzuführen.“

7. Große Unternehmen haben oft mehrere Standorte und verschiedene Nutzerrollen. Welche Management Tools sind hierfür geeignet? 
„Es gibt mehr als nur eines, aber welches ist die beste Wahl?! Interessant ist zum Beispiel, dass innerhalb eines Management Tools einem Nutzer eine bestimmte Rolle zugeteilt werden kann. Nutzer A darf zum Beispiel alles, Nutzer B darf einen Teil und Nutzer C darf nur lesen. Das kann bis zum individuellen Nutzer weitergeführt werden. Dadurch wird die Verwaltung strukturiert und wird für mehr Sicherheit im System gesorgt. Es ist außerdem möglich eine spezielle VPN-Verbindung über das Management Tool auf den Thin Clients auszuführen. Dadurch kann sich an jedem Standort im eigenen Netzwerk eingeloggt werden. Kurzum: alle Management Tools haben zum Ziel Ihnen als Nutzer die Verwaltung zu vereinfachen und die Kosten zu senken.“

8. Es gibt heutzutage auch USB-Thin Clients. Können Sie erklären, wie diese funktionieren? 
„Für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, ist ein USB-Thin Client ideal. Der Laptop oder PC nutzt dann nicht die Festplatte, sondern den USB-Thin Client und dessen Betriebssystem. Es wird dann eine Verbindung mit dem Server hergestellt und es kann sich in der Cloud eingeloggt werden. Sobald der USB-Stick entfernt wird, kann der „alte“ (Privat-)Computer wieder genutzt werden.“

9. Es gibt eine Anzahl Nutzer für die Multimediainhalte eine Voraussetzung sind. Was empfehlen Sie diesbezüglich? 
„Das bleibt eine schwierige Frage, denn das hängt sehr von der Situation ab. Aber oft muss man dann doch Richtung Windows Thin Client gehen. Vor allem wenn es Web-basiert ist. Ist es über eine Serverumgebung, dann ist oft auch ein Linux Thin Client ausreichend. Mehrere Full HD Filme gleichzeitig als auch Videotelefonie wie Skype for Business (Teams) ist auf jeden Fall möglich mit (Linux) Thin Clients.“

10. Was ist Converter Software und wie genau funktioniert sie? 
„Eigentlich ist es sehr einfach. Wenn Sie zum Beispiel noch Windows 7 Geräte haben, können Sie mit Converter Software Windows 7 ersetzen durch zum Beispiel ein Linux Betriebssystem. Sie wandeln also das Gerät in einen Thin Client um. Dies kann mit Laptops, Tablets, Chromebooks, Computern und so weiter gemacht werden. Dadurch werden oft Kosten gespart, wenn es um Verwaltungs- und Energiekosten geht.“

11. Was sind die häufigsten Kundenfragen? 
„Fragen, die wir bekommen, sind: Was ist der Unterschied zwischen einem normalen PC und einem Thin Client? Oder: Wie bekommen wir einen simplen, übersichtlichen und kostensparenden Arbeitsplatz, sodass wir mehr Zeit für unsere Mitarbeiter haben? Egal welche Frage: wir hören immer gut zu und wenn wir gefragt werden an einer Lösung mitzudenken, machen wir das auf jeden Fall!“

12. Was denken Sie, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird? 
„Simpel, smart und klein. Schauen Sie einmal auf Ihr Smartphone: das Smartphone (oft auf einem Linux-artigen OS basiert) ist der Thin Client der Zukunft. Die Leistungsstärke würde jetzt schon ausreichen, jetzt fehlt nur noch die richtige Anwendung… Spannend!“

Leo Bolkenbaas

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